... oder wie wir auf den Zwergpinscher kamen

boysMein Name ist Corinna Löffler. Mit meinem Mann und meiner Tochter lebe ich im schönen Niedersachsen, recht ländlich gelegen zwischen Hannover und Braunschweig. Hunde sind meine Begleiter, solange ich denken kann. Allerdings bin ich erst spät auf den Zwergpinscher gekommen. Ende 2008 sollte ein neues vierbeiniges Familienmitglied bei uns Einzug erhalten. Fest stand, es sollte nicht wie seine Vorgänger ein Angehöriger einer großen Rasse sein. Bei der Suche nach einem geeigneten "Kleinhund" bin ich zufällig auf den Zwergpinscher gestoßen...

Und was soll ich sagen, diese Rasse ist einfach perfekt für mich und den Rest meiner Familie: Robust, temperamentvoll, anhänglich, treu, mutig, gelehrig, intelligent, sportlich, verschmust... - dies sind nur einige der positiven Eigenschaften der Zwerge. Im Grunde ist der Zwergpinscher ein ganz Großer mit dem Vorteil einer äußerst handlichen Größe.

Im Dezember 2008 war es dann soweit, Tootsie Mali Zmaj zog bei uns ein. Sie eroberte unsere Herzen im Sturm. Da im ganzen Umkreis kein Spielgefährte für Tootsie in ihrer Größe zu finden war, konnte ich meinen Mann davon überzeugen, dass ein zweiter Zwergpinscher her muss. Das war natürlich geflunkert... Tootsie hatte mich bereits mit dem Zwergpinscher - Virus infiziert: Einer ist nie genug! Es vergingen nur wenige Wochen, bis Ende Januar 2009 Tootsie's Halbschwester Ulrika Mali Zmaj bei uns einzog.

Etwa zur gleichen Zeit wurde ich Mitglied im Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. Mitte März 2009 ging ich zum ersten Mal auf eine Ausstellung, in der Hoffnung dort ganz viele andere Zwergpinscher und vielleicht auch deren Züchter zu treffen. Das war eine herbe Enttäuschung. Außer meiner Tootsie wurden dort nur noch zwei weitere Zwerge ausgestellt. Diese traurige Tatsache bestärkte mich in dem, was spätestens seit dem Einzug von Ulrika in mir brodelte. Der Entschluss selber Zwergpinscher zu züchten war gefasst.

Seitdem wird mein Leben zu einem großen Teil von meinen Zwergen bestimmt. Ständig lerne ich Neues über die Rasse und die Zucht mit allem was dazu gehört hinzu. Mein Zwergenrudel hat sich auf der Suche nach geeigneten Zuchthunden stetig vergrößert. Auch hat sich das Ausstellen meiner Hunde zu einem weiteren Hobby entwickelt.

Es dauerte nun gut noch ein Jahr, bis ich meine Zucht genehmigt bekommen habe. Am 10.02.2010 wurde meine Zuchtstätte von einem PSK-Zuchtwart abgenommen. Und endlich am 28.05.2010 wurde mein Zwinger Charming Chasers' unter der Zwinger-Nummer 3216 national geschützt. Der internationale Zwingerschutz folgte am 11. Oktober 2010 unter der F.C.I. - Nummer 66320.

Der Name Charming Chasers' bedeutet so viel wie "anmutige Jäger". Er bezieht sich auf die Ursprünge des Zwergpinschers. Wegen ihres Mutes eigneten sie sich zur Jagd auf Füchse und Dachse. Sie wurden gerne auf Höfen und in Ställen gehalten und taten sich dort als effiziente Rattenjäger hervor.

Aller Anfang ist schwer...

Der Wunsch zu züchten und tatsächlich zu züchten, das waren im meinem Fall anfangs zwei nicht miteinander vereinbare Begebenheiten. Züchten heißt nicht, einfach eine Hündin mit einem beliebigen Rüden zu verpaaren und sich über das Resultat zu freuen. Es gehört viel mehr dazu und je mehr ich über dieses "viel mehr" lernte, umso weiter rückte der erste Wurf in die Ferne... An dieser Stelle möchte ich Dr. Helga Eichelberger zitieren, deren Worte ich gleich zu Beginn meiner "Studien" zum Thema Zucht gelesen habe und von denen ich heute weiß, wie wahr sie sind.

Um zeitnahe Hundezucht erfolgreich zu gestalten ist vor allem ein radikales Umdenken in Bezug auf die Zuchtziele notwendig. Die heutige Aufgabe des Züchters besteht nicht mehr in der Verbesserung der Rasse bezüglcih ihres Aussehens oder ihrer Verhaltensweisen, sondern darin, rassetypische Merkmale zu erhalten und zwar bei Hunden mit hoher Vitalität und Fitness. Der heutige Rassehund muss nicht vermeintlich "schöner" werden, im Gegenteil, es wäre von Vorteil, sich wieder an den Rassestandard zu erinnern. Der heutige Rassehund braucht keine Leistungssteigerung bezüglich der Vielfältigkeit seiner Verwendbarkeit. Seine Potentiale in diesem Bereich sind mit Sicherheit noch lange nicht ausgeschöpft. Wir müssen nur lernen, sie ihm zu entlocken. Die heutige Hundezucht muss eine Erhaltungszucht im besten Sinne des Wortes sein. Das ist durchaus kein langweiliges Zuchtziel. Im Gegenteil, dieses Bestreben wird züchterisches Können erheblich mehr fordern als dies je der Fall war. Bei zeitnaher Hundezucht geht es vor allem darum, gezüchtete Werte, die der heutige Hund besitzt zu erhalten und dafür Sorge zu tragen, dass die Rasse nicht durch falsche Zuchtziele an sich selbst zu Grunde geht. Genetische Grundkenntnisse haben wir nun genügend, um über zeitnahe Hundezucht, über verschiedene Zuchtmaßnahmen, über Zuchtmethoden und ihre positiven, aber auch negativen Auswirkungen nachdenken zu können.

(Quelle: Dr. H. Eichelberger: Moderne Hundezucht. In: Ders. (Hrsg.): Hundezucht, Franckh-Cosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart, 2006, S. 59)

Gesundheit, Wesensstärke & Schönheit

Mein Bestreben ist es, Zwergpinscher zu züchten, die sich auszeichnen durch
  • Gesundheit und Vitalität
  • Wesensstärke
  • und Schönheit.
Dabei sind diese drei Merkmale als gleichwertig zu betrachten, soll heißen, Hunde, die in meiner Zucht Verwendung finden, müssen in allen Merkmalsbereichen gleichermaßen gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen.Um meinen Zielen möglichst gerecht zu werden, wähle ich meine Zuchthunde sorgfältig aus. Das gilt nicht nur für diejenigen Zuchthunde, die ich selbst besitze, sondern auch für Deckrüden, die im Besitz anderer Züchter stehen und die ich eventuell für eine Verpaarung nutzen möchte.
Im Hinblick auf das Merkmal "Schönheit" scheint die Wahl geeigneter Zuchthunde am leichtesten. Auf den ersten Blick kann man für sich das äußere Erscheinungsbild eines Hundes einstufen. Schönheit liegt bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Für mich bezieht sich die Schönheit im Zusammenhang mit meinen Zuchtzielen auf den Formwert eines Hundes. Der Formwert des Zwergpinschers ist im Rassestandard festgelegt, jedoch lässt dieser natürlich gewisse Spielräume in den Ausprägungen einzelner Aussehensmerkmale zu. Mein persönlicher Geschmack spielt daher eine erhebliche Rolle im Hinblick der Auswahl eines Zuchthundes aufgrund seines Aussehens. Den "perfekten" Zwergpinscher mit einem makellosen Äußeren gibt es natürlich nicht...
Die beiden Merkmale Gesundheit und Wesensstärke machen die Auswahl von Zuchthunden vergleichsweise um einiges schwieriger. Diese beiden Merkmale sind nicht wie das Aussehen auf den ersten Blick einzuschätzen. Gesundheit und Wesen sind beide nicht nur von der Aufzucht und Haltung abhängig, sondern in einem erheblichen Maß auch von Vererbung. Daher versuche ich möglichst viele Informationen über die Vorfahren meiner Zuchthunde oder von Zuchthunden, die in meiner Zucht zum Einsatz kommen sollen, zu sammeln.
Im Jahr 2011 hat der PSK eine neue Zuchtordnung verabschiedet, die nun auch gewisse Mindestanforderungen an das Wesen und die Gesundheit der Zuchthunde stellt. Um zur Zucht zugelassen zu werden, wird nicht mehr ausschließlich der Formwert des Zwergpinschers beurteilt, auch eine Verhaltensüberprüfung ist Bestandteil der Zulassung. Darüber hinaus ist die Untersuchung auf wahrscheinlich erbliche Augenuntersuchungen verpflichtend, diese darf zum Zeitpunkt einer Verpaarung nicht länger als ein Jahr zurückliegen. Diese Neuerungen halte ich persönlich für extrem wichtig und richtig.

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  • Corinna Löffler
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